Imagefilm oder Corporate Influencer?

Kristiane Adam

Kristiane Adam ist Video-Strategin bei der DEICHBLICK GmbH.

So wirken Unternehmensvideos heute

Der klassische Imagefilm ist nicht tot. Aber er reicht heute oft nicht mehr aus. Denn die Unternehmenskommunikation hat sich verändert. Menschen wollen nicht mehr nur sehen, wie Unternehmen sich darstellen möchten. Sie wollen verstehen, wie sie wirklich arbeiten, denken und kommunizieren. Gerade auf Plattformen wie LinkedIn funktionieren deshalb heute vor allem Formate, die persönlicher und nahbarer wirken: echte Mitarbeitende statt Sprecher aus dem Off, kurze Videoformate statt reiner Hochglanzproduktion und sichtbare Haltung statt austauschbarer Werbebotschaften. Die entscheidende Frage laut

VOM KLASSISCHEN IMAGEFILM ZUM MODERNEN UNTERNEHMENSVIDEO

Viele klassische Unternehmensfilme folgen noch immer einer Logik, die lange funktioniert hat: hochwertige Bilder, klare Botschaften und ein möglichst perfekter Auftritt. Doch genau diese Perfektion kann heute Distanz erzeugen. Denn Vertrauen entsteht nicht allein durch Hochglanz, sondern durch Persönlichkeit, Nähe und echte Einblicke.

Besonders im B2B wollen Kund:innen, Bewerber:innen und Partner:innen nicht nur sehen, wofür ein Unternehmen steht. Sie wollen verstehen, wie die Menschen dahinter arbeiten, denken und Entscheidungen treffen. Deshalb entwickeln sich Imagefilme weiter: weg vom einmaligen Unternehmensportrait hin zu strategisch gedachten Videoformaten, die sich modular für Website, Social Media, Recruiting, Vertrieb und interne Kommunikation nutzen lassen.

WARUM CORPORATE INFLUENCER DABEI SO WICHTIG SIND

Corporate Influencer machen Unternehmen greifbar. Mitarbeitende zeigen ihre Perspektiven, ihr Fachwissen und ihren Arbeitsalltag. Genau dadurch entsteht Glaubwürdigkeit.

Besonders auf LinkedIn zeigt sich das deutlich: Persönliche Inhalte erzeugen oft mehr Aufmerksamkeit als klassische Werbebotschaften. Mehr dazu gibt es hier:

KLASSISCHER IMAGEFILM VS. MODERNES UNTERNEHMENSVIDEO

Ein moderner Imagefilm dient heute häufig als Grundlage für viele weitere Inhalte – etwa LinkedIn-Clips, Recruiting-Videos oder Behind-the-Scenes-Formate.

DIE GRÖSSTEN FEHLER MODERNER UNTERNEHMENSVIDEOS

Zu werblich:

Gerade auf Plattformen wie LinkedIn funktionieren keine reinen Werbebotschaften. Gefragt sind Einordnung, Haltung und fachliche Relevanz.

Zu glatt:

Wenn jedes Bild perfekt sitzt und jede Aussage wie abgestimmt klingt, bleibt wenig Raum für echte Nähe.

Keine klare Struktur:

„Mach mal Content“ reicht nicht. Wer regelmäßig sichtbar sein will, braucht klare Themen, wiedererkennbare Formate und Unterstützung im Alltag – besonders dann, wenn Mitarbeitende oder Führungskräfte vor der Kamera stehen.

Illustration Multifunktionaler Content

Content Booth: Das Prinzip direkt erleben

Deshalb setzen viele Unternehmen inzwischen auf sogenannte Content Days: An einem Produktionstag entstehen mehrere Formate gleichzeitig – effizient und plattformgerecht.



SICHTBARKEIT DURCH ECHTE PERSPEKTIVEN: DIE UVB

Wie stark sich Unternehmensvideos aktuell verändern, zeigt auch unsere Zusammenarbeit mit der UVB. Statt ausschließlich auf klassische Unternehmensdarstellung zu setzen, entstanden Formate, die echte Perspektiven sichtbar machen: Mitarbeitende sprechen über ihre Arbeit, ihre Haltung und ihren Alltag – nahbar, verständlich und ohne überinszenierte Werbesprache.

Dadurch entstehen Inhalte, die nicht nur informieren, sondern Vertrauen schaffen und Identifikation ermöglichen.

FRAGEN?

Ja. Allerdings funktioniert er heute am besten als Teil einer größeren Video-Content-Strategie – ergänzt durch Social Content, Recruiting-Videos oder Corporate-Influencer-Formate.

Nicht ein einzelnes Format, sondern ein Mix aus unterschiedlichen Videoformaten: LinkedIn-Clips, Expertenvideos, Behind-the-Scenes-Einblicke, Recruiting-Content und persönliche Perspektiven.

Weil sie konkrete Einblicke, Fachwissen und Haltung zeigen. Dadurch entsteht Nähe – und genau diese Nähe ist entscheidend für Vertrauen.

LinkedIn macht persönliche Perspektiven besonders sichtbar. Videos von Mitarbeitenden erzeugen dort oft mehr Reichweite und Interaktion als rein markengetriebene Inhalte.

Am besten mit klaren Themen, einfachen Formaten und einem realistischen Produktionssetup. Wichtig sind außerdem redaktionelles Sparring und feste Prozesse, damit Content langfristig funktioniert.